Heumarkt: Bürgermeister Ludwig setzt auf Dialog mit UNESCO und warnt vor Wahlkampf-Tönen

Wien wird weiter am Managementplan für das Weltkulturerbe Innere Stadt arbeiten und den Dialog mit der UNESCO und dem Projektwerber fortführen. Das ist der Inhalt des Briefs an Bundesminister Gernot Blümel, der die Stadt Anfang des Monats aufgefordert hatte, zum Thema Projekt am Heumarkt und Welterbe-Status Auskunft zu geben.

„Wir wollen das Welterbe retten, gleichzeitig auch Rahmenbedingungen schaffen, dass sich die Stadt weiterentwickeln kann“, betonte Bürgermeister Michael Ludwig heute, Montag, vor JournalistInnen. Beides zu vereinen, sei auch in anderen Welterbe-Städten ein „virulentes Thema“ und Wien damit Vorreiterin. Der Managementplan sei „ein Work in Progress“, bei dem „beide Seiten aufeinander zugehen“, sagte der Bürgermeister.

Ziel des Managementplans sei es, mit den VertreterInnen der UNESCO und ICOMOS und dem Projektwerber unterschiedliche Varianten für das Projekt durchzugehen und eine sinnvolle Kompromisslösung zu finden. Auf Basis des Reports der UNESCO zum Welterbe soll ein Ergebnis gefunden werden, das gleichzeitig die Interessen der Stadt berücksichtigt wie die Ansprüche der UNESCO an den Schutz des Welterbes und den Rechtsanspruch des Projektwerbers aufgrund der geltenden Flächenwidmung. Für die Erstellung des Managementplans hat sich die Stadt einen Zeithorizont von zwei Jahren gesteckt.

Wiens Bürgermeister Ludwig mahnte eine „sachliche Diskussion“ zum Welterbe ein. Er warnte davor, „auf Wahltermine zu schielen und Wahlkamp-Töne“ anzuschlagen. „Stadtentwicklung darf sich nicht von Partei-Interessen leiten lassen“, sagte Ludwig.

So heute aus der Rathauskorrespondenz

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