Argumente unseres Vereins

Es ist immer zu lesen, daß das Ziel der Grünen des Bezirkes Landstraße seit 2008 die Erhaltung der heutigen Freiluft-Eislauffläche von 6.000 m2 des Wiener Eislaufvereines (WEV)  und 

dessen langfristige Absicherung sei.

Beim derzeit dem Bauausschuss der Gemeinde Wien vorliegenden Heumarkt-Flächenwidmungsplan-Entwurf 7984 ist dies nicht der Fall: 

1. Der WEV verliert ca. 20 % seiner Freiluft-Eislauffläche.

2. Der Heumarkt-Flächenwidmungsplan-Entwurf 7984 hat nicht das  Siegerprojekt von Isay Weinfeld, das die ExpertInnen beim Architekturwettbewerb ausgewählt haben, zum Gegenstand, sondern einNeubauprojekt, das TU Prof. Christoph Luchsinger der Stadträtin Maria Vassilakou im November 2016 vorgeschlagen hat. 

Zur Erinnerung: Das Siegerprojekt von Isay Weinfeld 
   (a) erforderte keinen Abriss (Asbest!) und Neubau des Hotel Intercontinental, 
   (b) war daher nachhaltig
   (c) und bestand alle Qualitätsprüfungen der Experten im zweistufigen Wettbewerb 2014

3.  Die Verbauung der Frischluftschneise Wiental mit einer ungeheuren Baumasse widerspricht den Empfehlungen des STEP 2025, der im Sinne des Stadtklimas die  Freihaltung der Frischluftschneisen von Verbauung dringend empfiehlt,

4. Es werden Luxuswohnungen für einige wenige auf Kosten aller anderen gebaut.

Die Wiener Grünen müssen ihren Grundsatz in der Stadtplanung der „Schaffung von leistbarem Wohnraum mit qualitativer Stadtentwicklung, die Lebensqualität und Ökologie ins Zentrum stellt“ ernst nehmen, auch wenn der ausgefuchste Immobilienspezialist DDr. Michael Tojner mit noch so viel Kapital winken sollte.  

Blick auf den Eislaufplatz, rot markiert das Neubau-Projekt laut Entwurf 7984 am Heumarkt grün = Verlust der Grünfläche durch die Verschwenkung der B1

 

Man sollte ein neues Projekt verwirklichen, das klare Vorgaben der Stadt Wien erfüllt, und das der Welterbe-Konvention entspricht.

Es ist nicht die Aufgabe der Stadtplanung, schon gar nicht unter grüner Führung, für Widmungsgewinneeines ausgefuchsten Immobilienspezialisten zu sorgen. DDr. Michael Tojner beherrscht eine Besitzgesellschaft, die ein unbebaubares, als Sportplatz genutztes Grundstück gekauft hat, das der Stadterweiterungsfonds ihr als gemeinnützige Wohnbaugesellschaft verkauft hat. Dieser Verpflichtung zur Gemeinnützigkeit hat sie sich trickreich in 2012 entledigt und will nun ausgerechnet den letzten großen innerstädtischen Sportplatz mit einem Luxuswohnturm verbauen

Und das in einem Bezirk, der wenig Freiflächen für Sportbetätigung hat.

Die beste Absicherung des WEV ist daher der Beibehalt des jetzigen Pachtvertrages, der bekanntlich noch 41 Jahre bis 2058 gültig ist, was den WEV wirtschaftlich langfristig absichert. 
Der WEV kann weiterhin Einkünfte aus der Sommervermietung und dem Verkauf von Kühlung an das Hotel und an das Konzerthaus erzielen. 

Die Sanierung der Garderoben kann der WEV noch in diesem Sommer 2017 beginnen.

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