Schadensfall Wien Mitte

Einen Vorgeschmack, was Hochhäuser in dere Kultuerbezone Wien Innere Stadt bedeuten, haben die Wiener durch den Baukolloss des Immobilienspekulationsprojektes Wien Mitte, der 2012 in das Stadtbild Wiens hineingesetzt wurde.

Jetzt haben wir mitten in der Pufferzone des Weltkultuerbes Wien einen Mega-Komplex mit
95.000 Quadratmeter vermietbarer Fläche, davon
62.000 Quadratmeter Büros und
33.000 Quadratmeter Shopping (eben „The Mall“ mit H&M, New Yorker, Media Markt, Müller, Libro, Mann, Interspar. McShark, Hillinger)

Blick Landstraßer Hauptstraße in Richtung Wien Mitte (© Herbert Rasinger)

Blick Landstraßer Hauptstraße in Richtung Wien Mitte (© Herbert Rasinger)

Nicht nur beim Projekt Am Heumarkt geht es nur um maximale Kubatur, auch bei Wien Mitte war es so. Und dieses Spekulationobjekt wird nach nur 3 Jahren gleich wieder verkauft und internationalen „Investoren“ um 500 Mio Euro zum Kauf angeboten, und zwar nicht die Liegenschaft, sondern die Gesellschaft, die im Besitz des Gebäudes steht – die „Wien Mitte Immobilien GmbH“.
Der Käufer erspart sich dadurch die Grundbucheintragungsgebühr.
Das ist der gleiche Trick, wie Tojner/Wertinvest am Heumarkt mit der “ Lothringerstraße 22 Projektentwicklungs GmbH (FN :310599p, Kohlmarkt 5/2 1010 Wien) vorhat.

Der Architektur-Autor Reinhard Seiss hat recht, wenn er sagt: Für die Anrainer, für das Stadtbild, für die öffentliche Wahrnehmung von Wiens städtebaulicher und demokratiepolitischer Verfasstheit und nicht zuletzt für die Steuerzahler hingegen handelt es sich bei Wien Mitte um einen Schadensfall.
Nachlese

Wien-Mitte: Chronik eines Sündenfalls – Von Reinhard Seiß (12.4.2013)

(http://derstandard.at/1363707792313/Wien-Mitte-Chronik-eines-Suendenfalls)
Das Projekt ist Beispiel dafür, was passiert, wenn Parteipolitik und Spekulation Städtebau ersetzen.

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