Wiener Innenstadt beschließt Ablehnung von Bauvorhaben, die Wiens Weltkulturerbestatus gefährden.

Einstimmiger Beschluss vom 11.6.2015 der Bezirksvertretung Wien Innere Stadt zum Weltkulturerbe:

 

„Der Magistrat der Stadt Wien wird ersucht, sämtliche Bauvorhaben, die im Widerspruch zu den für den Status der Wiener Innenstadt als Weltkulturerbe von der UNESCO/ICOMOS als wesentlich definierten Kriterien, zu deren Einhaltung sich Wien vertraglich verpflichtet hat, stehen, abzulehnen.“

Begründung:
Immer wieder haben sich speziell bei Hochhausprojekten seit der Erklärung von Teilen Wiens zum Weltkulturerbe Widersprüche zu den von UNESCO/ICOMOS festgelegten Kriterien ergeben, die jeweils im Einzelfall und nach langem öffentlichen Tauziehen bereinigt werden konnten. Dies insbesondere auch, weil es verabsäumt wurde, den Status Weltkulturerbe gesetzlich (z.B. in der Bauordnung) zu verankern, sodass es keine klaren Vorgaben sondern Ermessensentscheidungen im Einzelfall gibt.

Aktuell ist dies bei dem über die Bezirksgrenze 1./3. Bezirk reichenden und in der Kernzone des Weltkulturerbes befindlichen Bauprojekt Intercont/Eislaufverein festzustellen, wo insbesondere die Bauhöhe eindeutig gegen die Vorgaben des Weltkulturerbes verstößt.

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